Schauberichte:

Download
Bericht der Sonderschauen 2017
Sonderschauen 2017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 90.7 KB

Rheinländer und Zwerg-Rheinländer bei den Sonderschauen 2017

Hauptsonderschau in Erndtebrück am 18. und 19. November

Voller Erwartung blickten wir auf die erste gemeinsame Hauptsonderschau nach dem

Zusammenschluss beider Sondervereine. Einen gewaltigen Dämpfer erhielten wir, als die

Stückzahlen der gemeldeten Tiere bekannt wurde. Die Enttäuschung war riesengroß, denn

nur 67 Rheinländer und 127 Zwerg-Rheinländer wurden zu dieser HSS gemeldet.

Wurde hier das Ende dieser prächtigen Geflügelrassen eingeläutet? Ich hoffe nicht.

Mit gemischten Gefühlen begaben wir uns mit unseren Tieren in eine der Metropolen des

Wittgensteiner Landes. Ein Lichtblick bei unserer Ankunft in Erndtebück-Birkelbach war die

prächtig gestaltete Mehrzweckhalle. Breite Gänge, hervorragende Lichtverhältnisse und

einreihiger Käfigaufbau, ließen unser Herz schneller schlagen.

Unsere Schau, die der Lokalschau, welche mit tollen Volieren aufwartete, angegliedert war,

erhielt einen würdigen Rahmen. Vorab gesagt: Was sich die Crew um den 1. Vors. Ingo

Dietrich und den Ausstellungsleiter Uwe Afflerbach in der Betreuung von Mensch und Tier

während der Ausstellungstage hatten einfallen lassen, sprengt jeden Rahmen. Vielen Dank

für diesen enormen Einsatz. Der 1. Vors. unseres Sondervereins, Armin Six, selbst Mitglied in

diesem Verein, hatte im Vorfeld nicht zuviel versprochen. An dieser Stelle kann ich nur

betonen, dass diese Schau eine höhere Beteiligung unserer Züchter verdient gehabt hätte.

War die vorgenannte Quantität ein gewaltiger Wermutstropfen für uns, so entschädigten

uns die ausgestellten Rheinländer und Zwerg-Rheinländer von ihrer Qualität her,für diese

Fehlmenge. Dadurch konnte diese HSS von sich behaupten, ein Schaufenster des hohen

Zuchtstandes zu sein.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass beide Rassen Repräsentanten eines sehr hohen

Zuchtstandes sind. Die sehr hohen Anforderungen, die von den Preisrichtern und deren

Obleuten in den letzten Jahren in der Umsetzung der Musterbeschreibung an die Tiere

gestellt.

worden waren, trugen auch auf dieser Schau dazu bei, dass nur einer geringen Anzahl Tiere

bei der Bewertung die rote Karte gezeigt werden musste. Außerdem bewirken die

umfangreichen Tierbesprechungen, die sowohl theoretisch als auch am lebenden Tier auf

den Sommertagungen durchgeführt worden sind, ein Umdenken bei den Züchtern. Wartete

der Aussteller noch vor einigen Jahren mit größeren Kollektionen auf einer HSS auf und

überließ den Preisrichtern das Sortieren seiner Tiere, so beschickt er nun diese Schauen auf

Grund dieser ausführlichen Informationsquelle mit wesentlich weniger Tieren. Doch dieser

erfreuliche Aspekt ist auch gleichzeitig eine Beschickungsbremse auf dieser sonst so

prächtigen HSS.

Der überwiegende Anteil der ausgestellten Rheinländer bzw. Zwerg-Rheinländer besaß die

geforderte gestreckte Rechteckform, den mittel hohen Stand, die volle feste Befiederung

und die geforderte Feinknochigkeit. Beim Körper, der rechteckig gestreckt und nur mäßig

abgerundet sein soll, steht die Länge zur Körpertiefe in einem Verhältnis von 8 zu 5. Äußerst

wichtig ist, dass dieser Körper mit einem geraden, breiten Rücken ausgestattet ist, der in

einem vollen Sattel ohne Polster endet. Ein deutlicher, markanter Schwanzwinkel vollendet

die geforderte Oberlinie. Eine durchgehende Parallele zu dieser Oberlinie bildet die

geforderte Unterlinie. Anliegende, hoch getragene Schwingen sowie festes Bauch- und

Schenkelgefieder sind ebenfalls unabdingbarer Bestandteil dieser Forderungen. Das ITüpfelchen

zur vollendeten Figur ist die absolut waagerechte Körperhaltung, da nur auf

diese Weise die vorgenannten Kriterien voll zur Geltung kommen können.

Nachdem ich die Erfordernisse der Figur dargestellt habe, komme ich nun zu den weiteren

Anforderungen. Auf einem mittellangen Hals mit vollem Behang sollte bei einem 1,0 ein

mittelgroßer, abgerundeter Kopf sitzen, der mit einem mittelgroßen, fein geperlten

Rosenkamm, dessen Dorn der Nackenlinie folgt ohne aufzusitzen, bestückt ist. Ein lebhaft

rotes, mit möglichst wenig Federn besetztes Gesicht, möglichst kleine, glatte Kehllappen,

zwei reinweiße, runde, glatte Ohrscheiben und ein kräftiger, gebogener Schnabel bilden die

Zierde unserer Tiere. Außerdem ist der Körper mit einem langen, breit angesetzten, hoch

getragenen Schwanz mit breiten Federn ausgestattet, der von breiten, stark gebogenen,

abgerundeten Sicheln vollständig abgedeckt ist. Getragen wird dieser Körper von

mittellangen Läufen. Die Schenkel sollen kräftig und deutlich sichtbar sein. Die 0,1 sollte alles

in allem mit entsprechend reduzierten Kopfpunkten und dem in deutlichem Winkel

getragenen, breit angesetzten Schwanz mit beidseitig mindestens sieben Steuerfedern

(inklusiv der großen Schwanzdeckfedern) bestückt sein. Letztere sollten von der

Schwanzwurzel an zu einem Drittel von Schwanzbeifedern bedeckt sein. In diesen

Forderungen der Musterbeschreibung unterscheiden sich beide Rassen nur in der jeweiligen

Körpergröße. Allerdings werden wir bei den einzelnen Farbschlägen Unterschiede im

Zuchtstand vorfinden, so dass ich bei der Fortführung dieses Berichtes die Rheinländer und

die Zwerg-Rheinländer gesondert betrachte.

Doch wenden wir uns nun den ausgestellten Tieren zu, die von den Preisrichtern Harald

Böggemeyer, Ingo Dietrich, Jens Dopheide, Johannes Sack und Gerhard Thiemeyer

zuchtstandsbezogen bewertet wurden. Den Part des Obmanns übernahm Gerhard

Thiemeyer.

Rheinländer:

67 Rheinländer waren quantitativ nicht die von uns erwartete Stückzahl, doch qualitativ

brauchten wir unsere Erwartungen nicht zurück zu schrauben, denn, was sich dem

Betrachter in den Käfigen präsentierte, gab überwiegend Zeugnis über den recht hohen

Zuchtstand dieser ansehnlichen Rasse.

11,19 Schwarze waren in der Quantität eine Winzigkeit gegenüber den Zahlen der letzten

Jahre. Die schwarzen Hähne hatten ihr Spitzentier in einem 1,0 von Sascha Böggemeyer (hv

Pokal). Ein prächtiger Hahn, dem bei etwas mehr Gefiederfertigkeit der linken Nebensicheln

die Höchstnote gut zu Gesicht gestanden hätte. Bei den meisten weiteren Hähnen führten

mehr oder minder leichte Wünsche wie etwas voller in der Unterlinie, mehr Schwanzwinkel,

mehr Ohrscheibensubstanz, Rosenkamm feiner geperlt, Zehenführung noch gerader,

durchgehender im Schwingenschwarz oder noch durchgehender im Grünlack zu einer

Abstufung im sg-Bereich. Natürlich waren Mängel wie zu wenig Brusttiefe, fehlende

Körperlänge, Blaulack, Bronzeeinlagerungen im Gefieder, fehlender Schwanzwinkel,

Sattelpolster, faltige oder unreine Ohrscheiben und fehlende gestreckte Zehenführung der

Grund, dass einer Minderheit, die bis hin zur Note g91 abgestuft wurde, dieses höhere

Notenspektrum versagt blieb.

Eine Henne mit vollendeten Rasseattributen zeigte uns der Zuchtfreund Jürgen Käßner (vEB).

Weitere 0,1 von Sascha Böggemeyer (hv) und 2 x Jürgen Käßner, ebenfalls hv,

hielten ganz engen Kontakt zu vorgenanntem Spitzentier. Bei einigen Hennen führten

ähnliche Wünsche wie auch schon bei den Hähnen zu einer Abstufung im sg-Bereich. Zwei

0,1 konnten in diesen Bereich nicht vordringen und mussten sich wegen einer faltigen

Ohrscheibe und nicht fertigen Gefieder, mit einer Abstufung im g-Bereich begnügen.

2,6 Weiße, sicherlich eine sehr kleine Kollektion, aber ein Highlight dieser Schau. Ich wage zu

behaupten, noch nie in dieser Qualitätsdichte weiße Rheinländer auf einer Ausstellung

gesehen zu haben. Eine prächtige Erscheinung war der 1,0, dem die Note v versehen mit

einem KVE als Auszeichnung sehr gut zu Gesicht stand. Auch beim zweiten 1,0 musste man

scharf hinschauen, um einen kleinen Wunsch zu finden, der den Aufenthalt dieses Hahnes

bei der Benotung auf den sg-Bereich begrenzte.

Bei den Hennen war die Qualität ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau. Eine 0,1 stellte

alles bisher auf den Schauen Vorgestellte in den Schatten. Sie war Beispiel einer vollendeten

Erscheinung. Alles an ihr erfüllte die Vorgaben der Musterbeschreibung bis ins letzte Detail.

Folgerichtig die Benotung v, versehen mit der Auszeichnung EB. Wer nun dachte, das war es,

der wurde angenehm enttäuscht. Auch bei den folgenden Hennen fiel es dem Preisrichter

sehr schwer, außer einer 0,1, die die Note hv erhielt, die weiteren im sg-Bereich abzustufen.

Wenn er noch zweimal hv vergeben hätte, wäre das kein Fehler gewesen. Alle Tiere kamen

von der Zuchtgemeinschaft Krumbeck-Böggemeyer. Zu dieser prächtigen Kollektion kann

man nur gratulieren und vor einer derartigen Leistung den Hut ziehen.

2,4 Blaugesäumte präsentierten sich insgesamt recht ausgeglichen. Der Wunsch nach einer

noch volleren Unterlinie sowie einer gleichmäßigeren Mantelfarbe mit einem

durchgehenden Saum, sorgte bei beiden Hähnen für eine Abstufung im sg-Bereich. Die

Hennen hatten ihr Spitzentier in einer in allen Belangen vorzüglichen 0,1 von Helfried Kost

(vEB). Der Anblick dieser 0,1 lud zum Träumen ein. Die übrigen Hennen konnten wegen

Wünschen nach einer noch etwas volleren Unterlinie, noch Idee festerem Sattelgefieder,

mehr Ohrscheibensubstanz, gleichmäßiger in der Mantelfarbe und etwas zarteren

Kopfpunkten im sg-Bereich abgestuft werden.

4,7 Rebhuhnhalsige. Leider wurde auch bei diesem Farbschlag nicht die von uns erhoffte

Stückzahl erreicht. Nur ein Aussteller meldete seine Tiere zu dieser Schau. Allerdings

entschädigte uns die hohe Qualität dieser Kollektion für die nichtvorhandene Quantität.

Gleich der erste Hahn überzeugte in allen Hauptrasseattributen. Der Wunsch nach einer

fertigen Hauptsichel verhinderte bei diesem 1,0, die Höchstnote (hvPokal). Alle weiteren

Hähne wurden wegen Wünschen wie: mehr Körpertiefe, voller in der Unterlinie, feineren

Kopfpunkten und noch durchgehender im Abschlussgrünlack im sg-Bereich abgestuft. Waren

die Hähne in ihrer Gesamtheit schon eine tolle Kollektion, so wurde diese von den Hennen

noch übertroffen.

Angeführt wurde die Hennenkollektion von einer vorbildlichen 0,1, die alle Forderungen der

Musterbeschreibung bis ins letzte Detail erfüllte, zurecht die Note v erhielt und mit einem EB

bedacht wurde. Ihr in nicht viel nach stand eine Henne, der ein geringer Wunsch die

Höchstnote verwehrte. Weitere Hennen präsentierten sich insgesamt recht

zufriedenstellend. Hier resultierten die Abstufungen im sg-Bereich aus Wünschen nach einer

volleren Unterlinie, einer durchgehenden Rieselung, mehr Standhöhe, substanzvollen

Ohrscheiben und festem Sattelgefieder. Christian Kretschmer stellte mit dieser Kollektion

sein Züchterkönnen unter Beweis.

Nur eine Blau-Rebhuhnhalsige Henne wurde zu dieser Schau gemeldet. Figürlich eine recht

ordentliche Rheinländerhenne. Farbwünsche waren dafür verantwortlich, dass diese 0,1 in

der Benotung im mittleren sg-Bereich untergebracht wurde.

2,4 Orangehalsige müssen noch eine größere Anzahl von Forderungen der MB deutlicher

erfüllen. Ein 1,0, der mit seiner Oberlinie nebst Schwanzwinkel zu gefallen wusste, musste

sich mit einer Benotung von sg95 begnügen, da eine nicht volle Unterlinie sowie ein nicht

ganz durchgehendes Schwarz in der Brust eine Bewertung im oberen Notenbereich nicht

zuließen. Der zweite Hahn ergatterte sich einen Platz im mittleren sg-Bereich. Wünsche wie:

voller in der Unterlinie, mehr Hals- und Sattelschaftstriche und reiner in der schwarzen

Brustfarbe waren dafür verantwortlich. Die Kollektion der Hennen erreichte gerade bei einer

0,1 die Note sg94. Diese 0,1 konnte in der Figur schon recht gefallen. Doch sollte bei dieser

Henne das Halsgefieder noch durchgehender strohgelb bis hell orange sein sowie das

Mantelgefieder durchgehender in der Rieselung. Eine weitere Henne schaffte noch soeben

eine Unterbringung im sg-Bereich, da zu vorgenannten Wünschen noch der Wunsch nach

etwas mehr Standhöhe hinzu kam. Zwei Hennen, die von der Figur her starken

Nachholbedarf vorwiesen, mussten sich mit der Note gut begnügen.

1,1 Silberhalsige konnten natürlich in dieser Menge nicht diesen Farbschlag voll

repräsentieren. Der 1,0 in seiner waagerechten Körperhaltung, versehen mit einer

zusagenden Oberlinie und einem markanten Schwanzwinkel wusste schon zu gefallen, doch

begrenzte die nicht ganz durchgehende Unterlinie die Benotung auf den mittleren sg-

Bereich. Die 0,1 wusste mit ihrem rechteckig gestreckten Körper den Typ eines Rheinländers

voll darzustellen.

Leider fehlten etwas mehr Standhöhe und eine noch durchgehende Deckenrieselung, um im

gehobenen Notenbereich untergebracht zu werden.

1,2 Weiss-Schwarzcolumbia bildeten als Kollektion den Abschluss der ausgestellten

Rheinländer. Erfreulich die Körpergröße der ausgestellten Tiere. Erstmalig erfüllten der 1,0

und die 0,1 unsere Ansprüche, die wir an diesen Farbschlag stellen. Der 1,0 wartete sogar

mit einer prächtigen, gestreckten Rechteckform auf. Etwas zartere Kopfpunkte hätten

diesem Hahn zu einer Einstufung im oberen Notenbereich verholfen. Die 0,1 hätte bei einem

fertigen Schwanzabschluss auch mehr erreichen können als die Note sg94.

Zwerg-Rheinländer:

127 Einzeltiere in sechs anerkannten und einem nicht anerkannten Farbschlag zeigten uns

nun schon wieder unsere quantitativen Grenzen auf. Natürlich wünschen wir uns die Zeiten

zurück, in denen Stückzahlen zwischen 350 und 500 die Normalität waren. Aber alles

Wehklagen hilft uns nicht weiter, zumal auch im normalen Leben das Geld nicht mehr so

locker ausgegeben wird und HSS schon allein durch die großen Entfernungen nicht zum

Nulltarif zu haben sind. Doch derjenige Zuchtfreund, der dieser HSS beiwohnte, konnte sich

davon überzeugen, dass die geringe Quantität keine Herabsetzung der Qualität bedeutete

sondern genau im Gegenteil. Was in den Käfigen stand, präsentierte sich teilweise bis hin zur

Vollendung und spiegelte beispielhaft den hohen Zuchtstand unserer gefiederten Freunde

wieder.

18,38 Schwarze bewiesen bei dieser Präsentation dem Betrachter den hohen Zuchtstand

dieses Farbschlages, der mit seiner kantigen Eleganz, den einerseits markanten Körperlinien

mit den gerade durchgehenden Körperparallelen sowie dem markanten Schwanzwinkel und

andererseits dem prachtvollen schwarzen, grün schillernden Gefieder, den freien roten

Gesichtern, dem fein geperlten Rosenkamm sowie den substanzvollen weißen Ohrscheiben

den Beweis dieser Ausnahmestellung lieferte. Sie vermittelten ein Flair, das zum Träumen

einlud und dem sich kaum jemand entziehen konnte. Gerade mal 6 Tiere dieser starken

Truppe wurden unterhalb des sg-Bereichs eingestuft. Daraus ersichtlich ist die äußerst

schwierige Aufgabe der Preisrichter, da oft nur Nuancen im Wunschbereich über eine

Abstufung der Tiere entschieden, doch vorab gesagt, lösten sie diese an sie gestellte Aufgabe

bravourös.

Bei den 1,0 wurde der Anführer dieses Ensembles von Sascha Böggemeyer (vEB) gestellt.

Weitere Hähne, denen zur Vollendung nur eine Winzigkeit fehlte, präsentierten nochmals

Sascha Böggemeyer (hv) und Wilfried Hunke (hv).

Bei einem Großteil der übrigen Tiere führten Wünsche wie voller in der Unterlinie, mehr

Körpertiefe, noch waagerechter in der Körperhaltung, fertiger im Abschlussgefieder, feiner

in der Kammperlung, noch durchgehender in der Schwingenfarbe, markanter im

Schwanzwinkel und noch durchgehender im Grünlack zu einer Abstufung im sg-Bereich. Dass

einer Minderheit Fehler wie: fehlende Körperlänge bzw. -tiefe, fehlender Schwanzwinkel,

fehlender glatter Kehllappenansatz sowie fehlende Standhöhe anhafteten und diese Hähne

bis hin zur Note gut abgestuft wurden, warf keinen Schatten auf diese insgesamt feine

Kollektion.

Dass bei den 0,1 noch eine weitere Steigerung zu bestaunen war, übertraf selbst unsere

kühnsten Erwartungen. Gleich zwei Hennen, von Wolfgang Obermeier (vEB) und Hermann-

Josef Schier (vPokal), formierten sich in der Front mit vollendeten Rasseattributen. Dass

weiteren vier 0,1 von Richard Hahn (hv), Hermann-Josef Schier (2xhv) und Karl-Heinz Stöcker

(hv) nur eine Geringfügigkeit zur Vollendung fehlte, glich fast einem Wunder. Wie schon bei

den Hähnen bei einer Mehrheit Abstufungen wegen ähnlicher Wünsche im sg-Bereich. Ein

geringer Anteil der Hennen, die im g-Bereich abgestuft wurden, rundeten den überaus

positiven Eindruck dieser Spitzenkollektion ab.

10,12 Weiße haben quantitativ etwas zugenommen und auch qualitativ wieder einen Sprung

nach vorn gemacht. Einem 1,0 von Manfred Hornberg (hvEB) hätte bei noch fertigerem

Gefieder die Höchstnote gut zu Gesicht gestanden. Während fast alle übrigen Hähne wegen

Wünschen wie: noch voller in der Unterlinie, mehr Gefiederfertigkeit, waagerechter in der

Körperhaltung, freier im Stand und zarter in den Kopfpunkten im sg-Bereich abgestuft

werden konnten, erreichte ein Hahn wegen faltiger Ohrscheiben und fehlender Unterlinie

diese Benotungshürde nicht und musste sich daher mit der Note gut begnügen.

Bei den 0,1 überraschte uns mit ihrer Vollkommenheit eine Henne von der ZG Krumbeck-

Böggemeyer, die mit vKVE ausgezeichnet wurde. Zwei weitere 0,1, von der ZG Krumbeck-

Böggemeyer (hv) und von Gerhard Thiemeyer (hv) hielten engen Anschluss an das

Spitzentier. Ansonsten präsentierte sich die Kollektion recht ausgeglichen. Bei der Mehrzahl

der folgenden Hennen führten Wünsche wie: fester im Sattelgefieder, noch mehr

Ohrscheibensubstanz, voller in der Unterlinie, Idee freier im Stand und zarter in der

Kammperlung zu einer Abstufung im sg-Bereich. Gerade mal eine 0,1 erreichte diesen

Bereich leider nicht. Ihr fehlte es am festen Sattel- bzw. Schenkelgefieder. Folgerichtig

wurden sie daher bei der Notengebung im g-Bereich abgestuft.

7,9 Blaugesäumte stellten auch auf dieser Schau genau wie auf den anderen Schauen im

Jahr 2017 ihren recht hohen Zuchtstand unter Beweis. Ein Highlight die Kollektion die Hähne.

Zwei in allen Rasseattributen vollendete 1,0 die zum Träumen einluden, stellte uns Wolfgang

Obermeier vor, welche zu recht mit der Note v bedacht wurden und mit der Auszeichnung

Pokal und KVE glänzten. Wer nun dachte, das war es, der musste umdenken, denn ein

weiterer Hahn schrammte mit hv sehr knapp an der Höchstnote vorbei. Das I-Tüpfelchen

dieser Präsentation war, dass auch der vierte Hahn vorgenannten Züchters noch die Note

sg95 erhielt. Vor dieser Leistung kann man den Hut ziehen. Von den weiteren Hähnen, die

eine derartige Klasse nicht vorweisen konnten, mussten sich zwei mit einer Abstufung im sg-

Bereich begnügen. Wünsche wie: noch voller in der Unterlinie und waagerechter in der

Körperhaltung waren dafür verantwortlich. Ein 1,0 schaffte es nicht, in diesem Bereich

untergebracht zu werden. Wegen eines zu kurzen Körpers musste er sich mit der Note gut

begnügen.

Eine hochfeine Zusammenstellung von Hennen mit rechteckig gestrecktem Körper, einer

gleichmäßigen Grundfarbe, war schon sehr sehenswert. Eine 0,1 von Gerhard Thiemeyer

(hvEB), die ein kleiner Wunsch in der Gefiederfertigkeit von der Vollendung trennte, zeugte

von dem hohen Zuchtstand dieses Farbschlages. Bei den weiteren Hennen hätte die eine

oder andere 0,1 bei einer etwas besseren Tagesform in der Haltung die Möglichkeit zu einer

höheren Note als „sg“ gehabt. Lediglich ein noch nicht fertiges Körpergefieder brachte zwei

weiteren Tieren die Note „g92“. Bravo zu diesem Zuchterfolg der Aussteller.

4,5 Gesperberte verteidigten auf dieser Schau ihren quantitativ zugewiesenen 4. Platz.

Allerdings hat dieser Farbschlag in der Evolution einen gewaltigen Sprung nach vorn

gemacht. Was bei den Hähnen und Hennen dem Betrachter vorgestellt wurde, konnte sich

schon sehen lassen. Die Hähne wurden von einem in der Figur, der Sperberung und den

weiteren Rasseattributen fast vollendeten 1,0 von Armin Six (hvPokal) angeführt. Bei den

übrigen Hähnen sorgten Wünsche wie: noch voller in der Unterlinie, noch gleichmäßigere

Grundfarbe sowie waagerechtere Körperhaltung für eine Abstufung im sg-Bereich.

Bei den fünf Hennen war eine 0,1 aus vorgenannter Zucht das Spitzentier. Sie hätte aber, um

in den gehobenen Notenbereich zu kommen, deutlicher in der Abschluss-Sperberung und

noch zarter in den Kopfpunkten sein müssen. Zwei 0,1 mangelte es an der gestreckten

Rechteckform. Sie erhielten aus diesem Grund die Note g.

4,10 Rebhuhnhalsige waren von der Menge her eine Enttäuschung. Allerdings konnte man

eine deutliche Verbesserung der Qualität auf breiter Basis erkennen. Obwohl einige der

Hähne auf den kommenden Schauen durchaus in der Lage sein werden, aus dem sg-Bereich

auszubrechen, verhinderte zum jetzigen Zeitpunkt die noch fehlende Gefiederfertigkeit

dieses. Bei der Mehrzahl der folgenden 1,0 hinderten Wünsche wie: voller in der Unterlinie,

fertiger im Gefieder, etwas dunkler und gleichmäßiger im Halsgold, reduzierter im

Körpervolumen, reduzierter in der Kamm- oder Kehllappengröße oder aber durchgehender

im Abschlussgrünlack das Überspringen der sg-Note. Dass ausgesprochen deutliche

Übergröße, stark aufgehelltes Halsgefieder, kurzer Körper, Abschlussbronze und stark

abfallende Körperhaltung höchstens die „g-Note“ nach sich ziehen, versteht sich von selbst.

Diese Erfahrung mussten zwei Hähne machen.

Ein noch ausgeglicheneres Bild bei den Hennen. Roberto Benad (hvEB) stellte hier das

Spitzentier. Wünsche wie: mehr Brusttiefe, noch gestreckter im Körper, mehr Körpertiefe,

mehr Ohrscheibensubstanz, fester im Sattelgefieder, zarter in der Kammperlung und

durchgehender in der Rieselung sorgten bei den meisten folgenden Hennen für eine

Abstufung im sg-Bereich. Gerade einmal zwei 0,1 konnten diesem Bereich nicht zugeordnet

werden, denn nicht fertiges Abschlussgefieder und starke Bänderungseinlagerungen sowie

walzenförmige Körperform waren hier der Hinderungsgrund. Entsprechend dieser Tatsache

erfolgte die Unterbringung im g-Bereich.

2,4 Silberhalsige bildeten den Abschluss der Phalanx der Einzeltiere der anerkannten

Farbschläge. Wer gedacht hatte, dieser Farbschlag wäre nur ein notwendiger Lückenfüller,

den man, weil er nun mal anerkannt ist, akzeptieren muss, wurde eines Besseren belehrt.

Was die Züchter innerhalb weniger Jahre bei den Silberhalsigen züchterisch bewirkt haben,

ist schon eine Augenweide. Die Hähne warteten mit einem vom Körper her recht

ordentlichen 1,0 auf. Ein fertiges Mantelgefieder hätte diesem Hahn eine höhere Benotung

als sg94 eingebracht. Auch dem zweiten 1,0 fehlte neben einer volleren Unterlinie ein

fertiges Mantelgefieder und er erhielt dadurch die Note gut.

Die Hennen bewiesen in ihrer Gesamtheit mittlerweile den recht hohen Zuchtstand dieses

Farbschlages. Besonders eindrucksvoll präsentierte sich eine 0,1 von Babett Benad (vEB), die

in allen Belangen die Forderungen der Musterbeschreibung voll erfüllte und von der Figur

her sogar den Schwarzen Paroli bieten konnte. Alle weiteren Hennen auf dieser HSS konnten

sich im sg-Bereich behaupten. Wünsche wie: in der Rieselung noch durchgehender, Idee

mehr Brusttiefe, etwas freier im Stand und etwas mehr Ohrscheibensubstanz führten hier zu

einer Abstufung. Eine gelungene Präsentation, zu der man nur gratulieren kann.

Im Anschluss buhlten die Tiere der AOC Klasse um Aufmerksamkeit.

1,3 Blau-Rebhuhnhalsig. Dieser Farbschlag, bei den Rheinländern schon anerkannt,

erfordert bei den Zwerg-Rheinländern noch erhebliche Zuchtarbeit, denn bis dieser zur

Anerkennung vorgestellt werden kann, ist noch reichlich Zuchtarbeit erforderlich. Brustsaum

beim 1,0, durchstoßende Schaftstriche im Halsbehang oder starker blauer Außensaum

sollten bei dem Hahn noch zurückgedrängt werden.

Die Hennen bestätigten in ihrer Gesamtheit den Typ eines Zwerg-Rheinländers. Einer 0,1

fehlte zu einer Unterbringung im oberen Notenbereich ein noch reineres Mantelgefieder. Bei

den zwei anderen Hennen sollte die Unterlinie noch voller sein und im Mantelgefieder

sollten Rosteinlagerungen zurückgedrängt werden.

Nach einer prächtigen Feier mit den Zuchtfreunden des Erndtebrücker Vereins konnte ich

am anderen Morgen eine ausgiebige Tierbesprechung durchführen, an der sich alle

Aussteller und Preisrichter aktiv beteiligten.

Zum Abschluss meine Empfehlung an die Züchter des Rheinländer- und des Zwerg-

Rheinländerhuhnes in der Zuchtarbeit nicht nachzulassen, damit der hohe Zuchtstand auch

weiterhin gefestigt wird. Weiterhin meine Bitte an alle Zuchtfreunde durch Abgabe von

guten Zuchttieren dafür Sorge zu tragen, dass Züchter, wo auch immer, die nicht so

hochwertige Tiere besitzen, preisgünstig diese erwerben können, damit wir auch zukünftig

unserem Sonderverein neue Mitglieder zuführen können, denn nur zufriedene Züchter

bleiben, wie man so schön sagt, bei der „Stange“.

Gerhard Thiemeyer

 

Deutsche Junggeflügelschau in Hannover vom 20.-22. Oktober

Gegenüber den Beschickungszahlen der anderen Großschauen, der Hauptsonderschau und

den Sonderschauen war die Meldezahl von 79 Rheinländern die höchste in diesem Jahr.

Der Bewertungsauftrag begann mit 7,13 schwarz. Die schwarzen Hähne überzeugten durch

eine volle Landhuhnform mit beachtlicher Ober- und Unterlinie und besonders vollen

Schwanzpartien. Dieser Anblick machte schon Freude. Der v-Hahn von Jürgen Friedl

überzeugte ganz besonders und es war nicht schwer, den Obmann Dietmar Kleditsch von der

Qualität dieses Hahnes zu überzeugen; gleiches gilt auch für die schwarze v-Henne von

Sascha Böggemeyer, der auch noch eine schöne hv-Henne zeigte und somit Deutscher

Meister wurde. Die schwarzen Hennen waren insgesamt nicht so schön wie die schwarzen

Hähne, wobei besonders die dunklen Gesichter für g-Noten sorgten. An der Qualität der

Ohrscheiben muss weiter gearbeitet werden. Es folgten 2,6 Weiße der ZG Krumbeck &

Böggemeyer, bei denen eine weiße Henne mit hv herausragte. Bei allen diesen Tieren

wünschte ich mir eine vollere Unterlinie. Die 2,3 Blauen konnten nicht überzeugen. Unter

den 2,4 Gesperberten stand das eindeutige Spitzentier meines Bewertungsauftrages. Eine

Superhenne, die von Josef Wilbers präsentiert wurde und verdientermaßen mit v BB

ausgezeichnet wurde. Diese Henne war ebenso wie die Superhenne auf der letzten

Nationalen von Dortmund ein Musterbild. Zu einem solchen Zuchterfolg kann ich nur

gratulieren. Der Obmann notierte diese Henne für die Auswahl des Champions bei der

VHGW-Schau, was aber leider nicht zum Tragen kam. Es folgten 7,12 Rebhuhnhalsige, bei

denen Andreas Arndt zwei schöne hv-Tiere zeigte und er somit in diesem Farbenschlag

Deutscher Meister wurde. In dieser Kollektion das einzige Tier mit der Note u: deutlicher

runder Rücken und eine völlig unschöne Schwanzpartie. Mängel waren hier bei den Hennen

dunkle Einlagerungen im Bauchgefieder sowie unvollständige Steuern und schwach

ausgebildete Schwingen. Die 1,4 Blau-rebhuhnhalsigen -alle von Andreas Arndt- konntenüberzeugen,

eine hv-Henne stach besonders heraus. Erfreulich die Anzahl von 5,8

Silberhalsigen. Bei den Hähnen ist mir die leider häufige schwache Schwingenstruktur

aufgefallen. Dem muss zukünftig entgegengewirkt werden. Eine schöne Henne von Michael

Wachsmann erhielt die Note v, auch dazu mein Glückwunsch. Es war schon schön, Dietmar

Kleditsch als Obmann zu haben. Da gab es keine Probleme bei der Vergabe der 4 v-Noten.

Am Schluss als einziges Tier ein für den orangefarbigen Farbenschlag toller Hahn mit feiner

Form, Haltung, sg Augen- und Lauffarbe. Als Wunsch habe ich da geschrieben: die rechten

Schwingen aber etwas besser ausgebildet, sonst höhere Note möglich und dann bekam der

Hahn sg 95 E. Im Nachhinein hätte ich diesem Hahn ruhig die Note hv geben sollen.

Da ich bei meiner Bewertung mehrere Male die schwache Federstruktur der Schwingen

angesprochen habe, hier der Versuch, dies etwas umfassender darzustellen. Ich beziehe

mich dabei auf Formulierungen in den Vorbemerkungen unserer Musterbeschreibung: „Am

Federschaft sitzt die zweiseitige Federfahne, die aus Ästen mit tragenden Strahlen besteht,

die durch kleinste Häkchen miteinander fest verbunden sind.“ Wenn diese feste Verbindung

in der Feder nicht gegeben ist und es wie ein weicher loser Haarkamm aussieht, spreche ich

von einer schwachen Federstruktur.

Die Bewertung der großen Rheinländer hat mir viel Spaß gemacht und das kann auch gerne

wiederholt werden.

Eine Anzahl von 144 Zwerg Rheinländern haben wir schon lange nicht mehr gehabt. Dabei

waren die Farben gesperbert und kennfarbig leider nicht ausgestellt. So mussten zwei

Sonderrichter eingesetzt werden: Walter Schock für die Schwarzen und Hermann Wissing für

die Weißen, Blaugesäumten, Rebhuhnhalsigen und Silberhalsigen.

Unter den 26,48 Schwarzen standen einige tolle Formenhähne mit zum Teil sehr schönen

Schwanzpartien. Die Ohrscheiben sind schon fast zu groß und das bedingt leider auch, dass

solche Tiere Probleme mit Gesichtsschimmel bekommen können; ich denke, da müssen wir

etwas aufpassen. Angeschobene Kehllappen oder faltige Kehllappenansätze sollten

eigentlich der Vergangenheit angehören. Daher dürfte der kleine Wunsch bei einem hv-

Hahn: „Wenn Kehllappen glatter, v möglich“ nicht mehr sein. Bei einem sg 95 Hahn konnte

man die angeschobenen Kehllappen deutlich sehen. Das darf nicht wieder passieren. Die

Kämme bei den Hähnen sind verbesserungswürdig. HV erhielten Frank Iden (2x) und

Hermann-Josef Schier. Die Hennen zeigten durchweg schöne Formen , rote Gesichter und

deutliche Ohrscheiben. Einige Hennen dürften aber im Stand nicht tiefer stehen. Bei einigen

Hennen wünschte ich mir, dass die Schwänze am Ende etwas geschlossener gewesen wären.

V und 2x hv für Hermann-Josef Schier, 2x hv Frank Iden und 1x hv für Richard Hahn. Die 26

Weißen hätten farblich etwas reiner sein können, obwohl wir sagen müssen, dass wegen der

Lauffarbe die Feder nicht so weiß sein kann wie bei Tieren mit gelben Läufen. HV an Manfred

Hornberg und Sascha Böggemeyer. Die 14,23 Blaugesäumten waren diesmal eine

Augenweide, eine solche tolle Qualität gab es schon lange nicht mehr. Die Tiere zeigten

richtige Größe, feine Farbe nebst deutlichem Saum. Es gab wenige g-Noten. Klarer Sieger

war Wolfgang Obermeier mit 2x v und 2x hv. Die beiden anderen hv-Noten erhielten Hennen

von Albert Bylykbashi und Jürgen Friedel. Das waren tolle züchterische Leistungen. Die

11 Rebhuhnhalsigen waren in der Qualität durchschnittlich. Ein hv oder v-Tier gab es hier

nicht. Schön waren die 8 Silberhalsigen, das war eine kleine, aber feine Kollektion. Der hv-

Hahn von unserem Altmeister Eberhard Arndt überzeugte genauso wie die v-Henne von

Michael Wachsmann.

Insgesamt eine gelungene Sonderschau, wobei noch hinzuzufügen ist, dass Hermann-Josef

Schier Deutscher Meister bei den Schwarzen und Wolfgang Obermeier Deutscher Meister

bei den Blaugesäumten wurde. Bei den Weißen wurde Manfred Hornberg Deutscher

Meister. Leider errang Wolfgang nicht die Siegerkollektion des VZV.

 

Sonderschau der Gruppe Zwerg Rheinländer in Seehausen am 04. und 05. November

Am 4. und 5. November 2017 war der Ortsschau des Kleintierzuchtvereins Seehausen eine

Sonderschau der Gruppe der Zwerg Rheinländerzüchter innerhalb unseres SV angeschlossen.

Für die Durchführung hat sich besonders Zfrd. Richard Hahn eingesetzt, der ebenso wie

schon in Hannover diese Schauen mit mehreren Preisen unterstütze; dafür an dieser Stelle

ein ganz besonderer Dank.

88 Zwerg Rheinländer in den Farben schwarz, weiß, gesperbert, rebhuhnhalsig und

silberhalsig wurden präsentiert. Die schwarzen hat Zfrd. Hartmut Schadenburg- ein

Rheinländerzüchter- bewertet, während Josef Quatmann die anderen Farbenschläge

bewertet hat. Bei den 18 schwarzen Hähnen zeigt Hermann-Josef Schier einen v-Hahn und

Burkhard Witte einen hv-Hahn. Bei den 34 schwarzen Hennen gab es gleich dreimal die Note

v, für Richard Hahn, Burkhard Witte und Josef Quatmann; Obmann war hier der

Preisrichterkollege Steffen Falke. Dazu gab es noch 4 x hv, davon 2 x für Hermann-Josef

Schier, 1x für Richard Hahn und 1 x für Josef Quatmann. Die allgemeine Meinung war, dass

Zfrd. Schadenberg seine Sache recht gut gemacht und er auch die richtigen Tiere

herausgestellt hat. Bei den 5,5 Weißen vergab Josef Quatmann auf eine Henne von Ingo

Sengewald die Note v; die Hähne durften weniger gelben Anflug haben. Es folgten

3,3 Gesperberte von Armin Six, wobei eine Henne die Note v erhielt. Danach folgten

5,8 Rebhuhnhalsige, von denen nur eine Henne von Klaus Sauter mit hv herausgestellt

werden konnte. Die 7 Silberhalsigen waren von durchschnittlicher Qualität ohne eine

höhere Note.

Die gestifteten SV-Bänder erhielten Hermann-Josef Schier, Burkhard Witte, Ingo Sengewald

und Armin Six

Den SV Leistungspreis errang Hermann-Josef Schier mit 574 Punkten.

Josef Quatmann

Lipsia-Schau in Leipzig vom 01.-03. Dezember

Leider traten hier nur 18 Rheinländer an. 6,6 Schwarze waren teils noch unfertig, auch

fehlte es an Kopfblüte der Hennen. Einigen Tieren waren eine waagerechtere Haltung und

feinere Kopfpunkte zu wünschen. Ausgenommen davon ein Hahn von Karsten List, der mit

hv bewertet wurde. Bei den im Schnitt etwas besseren Hennen war Jürgen Käßner mit hv

erfolgreich.

Auf sehr hohem Niveau stellten sich die 2,4 Rebhuhnhalsigen vor: Kein Tier unter sg und

zweimal hv für Christian Kretschmer.

45 Zwerg-Rheinländer waren in vier Farbenschlägen erschienen. Die 9,13 Schwarzen wie

gewohnt auf hohem Niveau. Die Spitzentiere stellte Richard Hahn mit hv (1,0) und vLB (0,1).

3,3 Blaugesäumte zeigten eine ansprechende Qualität und bewegten sich überwiegend im

sg-Bereich.

Die 2,4 Gesperberten hätten etwas durchgehender in der Sperberung und markanter im Typ

sein können. Auch sie wurden vorwiegend mit sg bewertet.

Von durchschnittlicher Qualität waren die 6,10 Rebhuhnhalsigen. Wünsche bestanden nach

waagerechterer Haltung und mehr Unterlinie. Es fehlten ein wenig die Spitzentiere.

Die 2,5 Silberhalsigen konnten in allen wesentlichen Attributen gefallen.

Erfreulich ist, dass in Leipzig nun auch die Großrasse in der kennfarbigen Variante anerkannt

wurde.

 

Nationale Bundessiegerschau in Erfurt vom 15.-17. Dezember

Hier erschienen 24 Rheinländer. Bei den 7,12 Schwarzen gab es neben den Spitzentieren

von Volker Philippi (1,0 hvSV-Band) und Holger Kaps (0,1 vSB) auch zahlreiche untere Noten.

Erfreulich war das Erscheinen von 2,3 Gesperberten, die sich insgesamt ansprechend in Typ

und Zeichnung präsentierten.

86 Zwerg-Rheinländer waren ein zufriedenstellendes Meldeergebnis.

23,35 Schwarze zeigten die gewohnt hohe Qualität ohne nennenswerte Ausfälle.

Eindrucksvoll belegt wird dies durch drei Höchstnoten und viermal hv. Vorzüglich erhielten

ein 1,0 von Richard Hahn (WB) sowie Hennen von Diethelm Schröer (GB) und Richard Hahn

(SB). Mit hv wurden Tiere von Burkhard Witte (2x), Werner Pfeßdorf und Richard Hahn

ausgezeichnet.

Eine Augenweide ohne einzige g-Note waren die 6,6 Blaugesäumten von Thomas Märten,

die verdientermaßen mit vGB (0,1) und hv (1,0) belohnt wurden.

Weniger gefallen konnten hingegen die 2,4 Gesperberten, die nur partiell an den derzeitigen

Zuchtstand anknüpfen konnten.

4,6 Rebhuhnhalsige repräsentierten bis auf einzelne Ausnahmen die derzeitige Entwicklung

dieses Farbenschlages. Zurecht herausgestellt wurde eine 0,1 von Matthias Schlegel mit

vWB.

Armin Six